fbpx
3. Januar 2020 | Marathon-News

„Meine Vorbilder sind Marathonläuferinnen“

Christoph Schrick gewinnt den Schneider Electric Mini-Marathon nach einem furiosen Finish. Marie Tertsch verteidigt ihren Titel bei den Mädchen.

Es ist nach 4,2 Kilometern ein dramatisches Finish beim Schneider Electric Mini-Marathon: Eingangs der Festhalle ist noch nicht klar, wer das Rennen für sich entscheiden wird. Christoph Schrick vom ASC Darmstadt? Oder doch Henry Graf vom Königsteiner Leichtathletik Verein? Am Ende siegt Christoph mit einem Hundertstelsekunden-Vorsprung in 13:27 Minuten, nur eine Nasenlänge vor seinem Konkurrenten durchläuft er das Zielbanner – und ist danach erst einmal ziemlich erschöpft. Kurz hinlegen, einem Schluck Wasser – schon geht es wieder besser. Kein Wunder: Der talentierte Nachwuchsathlet der Altersklasse U18, der 2595 Teilnehmer des Schneider Electric Mini-Marathon hinter sich gelassen hat, ist längst gewiefter Wettkampfläufer. Die Frage nach seiner Renntaktik beantwortet Christoph schon wie ein Profi: „Wir haben uns an der Spitze mit der Tempoarbeit abgewechselt und es auf den finalen Showdown ankommen lassen. Am Schluss hatte ich wohl den etwas besseren Endspurt.“ Angefangen hat Christoph ganz klassisch mit Kinderleichtathletik, ehe er sich dann vor etwa sechs Jahren ganz für das Lauftraining entschied. Seit seinem Wechsel an die Frankfurter Carl-von-Weinberg-Schule, einer Eliteschule des Sports, kann sich der Darmstädter noch stärker auf das Laufen konzentrieren. „Ich wohne im Sportinternat. Das ist eine tolle Möglichkeit, um das professionelle Training neben den Anforderungen der elften Klasse durchziehen zu können“, erzählt Christoph.

 

Weniger spannend geht das Rennen bei den Mädchen aus. Mit deutlichem Abstand gewinnt in 15:34 Minuten Marie Tertsch (ASC Darmstadt).

 

Herzlichen Glückwunsch zum Sieg, Marie. Sogar bei den Jungs wärst du ganz schön weit vorne gelandet…

Ein bisschen habe ich damit schon gerechnet (grinst). Nachdem ich im vorigen Jahr schon gewonnen habe, wollte ich meinen Titel natürlich auch verteidigen. Schließlich war es altersbedingt mein letzter Mini-Marathon.

 

Im nächsten Jahr bist du „zu alt“ für den Minimarathon. Wann geht’s für dich zu den Großen auf die Marathonstrecke?

Ich glaube, dass dies noch dauern wird. In diesem Jahr bin ich vor allem 3000-Meter-Rennen gelaufen, hatte aber auch ein wenig Pech, da ich mit Hüftproblemen kämpfen musste. Das ist aber zum Glück alles wieder gut und ich habe keine Beschwerden mehr. Irgendwann werde ich aber bestimmt einmal den ganzen Marathon laufen.

 

Dein Name ist dem bewanderten Lauf- und Triathlonfan ja durchaus ein Begriff…

…das stimmt, ich werde öfter mal auf meine große Schwester Lisa angesprochen (Maries Schwester Lisa Tertsch ist Weltmeisterschafts-Zweite im Triathlon bei den Junioren, Anm. d. Red.). Wenn sie zuhause ist, trainieren wir manchmal zusammen und natürlich kann ich auch von ihrer Erfahrung profitieren.

 

Ist sie auch dein sportliches Vorbild?

Vielleicht ein bisschen. Ich habe aber mehrere Vorbilder, zu denen ich aufschaue. Die meisten davon sind übrigens Marathonläuferinnen (lacht).