Mit einer interessanten spitzensportlichen Besetzung wird am 10. Mai der Mainz-Halbmarathon stattfinden. Das Rennen, bei dem nach einer Neu-Ausrichtung seit 2024 der Halbmarathon im Mittelpunkt steht und der Marathon gestrichen wurde, hat sich in den vergangenen beiden Jahren stark entwickelt. 2024 und 2025 fielen jeweils beide Streckenrekorde am Rhein. Ein doppelter Kursrekord scheint auch dieses Mal wieder möglich.
Mit James Kipkurui Matelong kehrt der Titelverteidiger und Streckenrekordler zurück zum Mainz-Halbmarathon. Der Kenianer hatte vor einem Jahr in 60:50 Minuten gewonnen und dieser Kursrekord ist auch nach wie vor seine Bestzeit. Am 10. Mai wartet auf ihn allerdings eine große Herausforderung. Denn auf der derzeitigen Startliste stehen eine Reihe von Athleten, die noch schnellere Bestzeiten aufweisen. Mit Dennis Kipkogei ist auch der jüngste kenianische Newcomer am Start. Der 23-Jährige lief beim Berliner Halbmarathon Ende März als Tempomacher des deutschen Rekordhalters Amanal Petros erstmals außerhalb Kenias. Auf den letzten Kilometern des Rennens war er noch so frisch, dass er einen deutlichen Rückstand aufholte und den hochklassigen Halbmarathon fast sogar gewonnen hätte. Mit 59:11 Minuten war Dennis Kipkogei zeitgleich mit dem Sieger im Ziel. Man darf gespannt sein, welche Zeit der Kenianer in Mainz anpeilen wird. Mit seinem Landsmann Jamal Kiprono ist zudem noch ein zweiter Läufer im Rennen, der mit 59:55 eine Bestzeit von unter einer Stunde aufweist.
Vier Wochen nach seinem Sieg bei den Deutschen Marathon-Meisterschaften in Hannover mit einer Steigerung auf 2:11:02 kehrt Tom Thurley (Munich Athletics) zum Mainz-Halbmarathon zurück. Der 32-Jährige war vor zwei Jahren dort Neunter und verbesserte sich zwischenzeitlich auf 63:56 Minuten.
Auch bei den Frauen führen zwei Läuferinnen aus Kenia die derzeitige Startliste an: Beatrice Cheserek und Orba Chemurgor haben bereits Zeiten von 66:48 beziehungsweise 67:56 Minuten erreicht und sind damit deutlich schneller als der Streckenrekord. Vor einem Jahr hatte die Kenianerin Esther Chemtai das Rennen in 68:52 gewonnen. Blanka Dörfel (Berlin Athletics Capital Club) ist die aussichtsreichste deutsche Läuferin in Mainz: Die 24-Jährige hatte sich vor einem Jahr in Berlin auf 69:46 verbesserte. Nachdem Blanka Dörfel im Dezember ihr Marathon-Debüt in den USA kurzfristig aufgrund eines grippalen Infektes hatte absagen müssen, wird der Mainz-Halbmarathon ihr erstes Rennen in diesem Jahr.
Text: Race News Service
