20. April 2026 | Running-News

Klosterhalfen läuft deutschen 10-km-Rekord, Lukan bricht Europarekord

Konstanze Klosterhalfen hat im spanischen Küstenort Loredo ihren deutschen Rekord über 10 km gebrochen. Die 29-jährige Läuferin, die für Bayer Leverkusen startet, verbesserte sich um zehn Sekunden auf 30:36 Minuten und wurde damit Zweite in einem Rennen ohne afrikanische Topläuferinnen. Die Zeiten sind allerdings noch nicht offiziell. Vor knapp einem Jahr war Klosterhalfen an gleicher Stelle 30:46 gelaufen. Nach einer Reihe von schwächeren Leistungen meldete sich die 5.000-m-Europameisterin von München 2022 nun erneut mit einem deutschen Rekord in Loredo zurück.

 

Eine starke Steigerung um fast eine Minute gelang Esther Pfeiffer (Düsseldorf Athletics). Die 28-Jährige lief nur acht Sekunden hinter Konstanze Klosterhalfen auf Rang drei (30:44) und wurde damit zur zweitschnellsten deutschen 10-km-Läuferin aller Zeiten. Ihre Bestzeit stand bisher bei 31:39. Vor rund drei Wochen war Esther Pfeiffer beim Berliner Halbmarathon mit 67:25 ebenfalls eine persönliche Bestzeit gelaufen.

 

Für den Höhepunkt des Rennens sorgte Klara Lukan. Die 25-jährige Slowenin gewann das Rennen mit einem Europarekord von 29:49 und hatte fast eine Minute Vorsprung. Damit ist sie die erste europäische Läuferin, die auf der Straße über 10 km eine Zeit von unter 30:00 Minuten erreicht hat. In diesem Jahr ist dies bei den Frauen bereits der vierte 10-km-Europarekord. Im Februar war die Britin Megan Keith in Castellon (Spanien) 30:07 gelaufen. Die sich fortsetzende Rekord-Schwemme im Straßenlauf erklärt sich in erster Linie weiterhin mit der neuen, deutlich leistungsfördernden Laufschuh-Generation. Das Rennen der Männer gewann der Äthiopier Biniam Mehary in hochklassigen 26:54 Minuten vor  seinem Landsmann Hagos Eyob (27:54). Dritter wurde der Brite Rory Leonard mit 27:56.

 

 

Text: Jörg Wenig

Konstanze Klosterhalfen brach in Spanien ihren eigenen deutschen 10-km-Rekord. Foto: Victah Sailer