Neun Jahre nach seiner famosen persönlichen Bestzeit im Marathon-Debüt hat Guye Adola wieder an seine schnellste Zeit anknüpfen können. Der inzwischen 35-jährige Äthiopier war 2017 in Berlin als Zweiter hinter Superstar Eliud Kipchoge (Kenia) nach 2:03:46 Stunden ins Ziel gelaufen. Jetzt gewann Guye Adola überraschend den Rotterdam-Marathon in 2:03:54 vor seinem Landsmann Tesfaye Deriba, der nach 2:04:15 im Ziel war. Dritter wurde Bashir Abdi (Belgien), der eigentlich seinen eigenen Europarekord brechen wollte. Vor fünf Jahren hatte er in Rotterdam mit 2:03:36 gewonnen. Nun lief Abdi zwar keine Bestzeit, aber beachtliche 2:04:19. Auch der viertplatzierte Kenneth Kipkemoi (Kenia) blieb mit 2:04:21 noch unter 2:05:00.
Im Rennen der Frauen brach die Äthiopierin Mekides Shimeles mit 2:18:56 den Streckenrekord. Sie verbesserte die 14 Jahre alte Bestzeit ihrer Landsfrau Tiki Gelana, die 2012 in Rotterdam triumphiert hatte und dann im gleichen Jahr in London zum Olympiasieg gelaufen war, um zwei Sekunden. „Es ist etwas besonderes den Rekord von Tiki Gelana gebrochen zu haben“, sagte Mekides Shimeles nach dem bisher größten Sieg ihrer Karriere. Zweite wurde Aminet Ahmed (Äthiopien) in 2:21:25 vor Shitaye Eshete (Bahrain/2:23:22).
Beim Paris-Marathon gab es nicht ganz unterwartet einen europäischen Triumph im Männerrennen. Der italienische Halbmarathon-Europameister von 2024, Yemaneberhan Crippa, setzte sich in 2:05:18 mit einer persönlichen Bestzeit durch. Zweiter wurde der Äthiopier Bayelign Teshager in 2:05:23, als Dritter lief Sila Kiptoo (Kenia/2:05:28) ins Ziel. Mohamed Ismail (Dschibuti/2:05:38) und der Norweger Awet Kibrab (2:05:46) folgten auf den Plätzen vier und fünf. Schnellste Frau war Shure Demise (Äthiopien), die den Streckenrekord um über eine Minute auf 2:18:34 verbesserte. Ihre Landsfrau Misgane Alemayehu belegte in 2:19:08 Rang zwei vor Magdalyne Masai (Kenia/2:19:17). Im fünften Marathon binnen sieben Monaten belegte Alisa Vainio (Finnland) mit 2:21:35 den sechsten Platz.
Text: Race News Service
